Herausnehmbare Zahnprothesen – kleine Meisterwerke der Zahntechnik

Liebe Patientinnen und Patienten,

auf dieser Seite erhalten Sie einen ausführlichen Überblick über herausnehmbare Voll- und Teilprothesen.

Herausnehmbare Zahnprothesen dienen als Ersatz für verloren gegangene Zähne. Anders als Zahnbrücken oder Zahnimplantate sind Zahnprothesen jedoch nicht fest im Kiefer verankert, sondern können abgenommen werden. Eine Zahnprothese ist weniger aufwendig in der Herstellung und damit meist deutlich günstiger als fest verankerter Zahnersatz.

Eines vorab: Wir als Ihre Zahnärzte in Köln verstehen uns als Retter und Bewahrer Ihrer Zähne, wann immer dies durch zahnerhaltende Maßnahmen und Prophylaxe möglich ist. Leider lässt sich ein teilweiser oder kompletter Zahnverlust aber nicht immer vermeiden. Zahnverlust ist nicht nur häufig eine Auswirkung von Zahnfehlstellungen, sondern auch von Karies und Parodontitis, die meist in falscher Zahnpflege begründet sind. Auch unverhofft können Sie Zähne verlieren, z. B. durch einen Unfall.

Fehlende Zähne schränken Ihre Lebensqualität deutlich ein. So führt eine unvollständige Zahnreihe häufig zu Schmerzen im Kauapparat und zu Kieferknochenschwund, weil der Kiefer nicht mehr gleichmäßig belastet und stimuliert wird. Kieferknochenschwund zieht wiederum weiteren Zahnverlust nach sich. Ein Teufelskreis, den wir dank unterschiedlicher innovativer Versorgungskonzepte durchbrechen können.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Ihren zahnlosen Kiefer mit herausnehmbaren Zahnprothesen zu versorgen, selbst wenn Sie gerade ein nicht so hohes Budget haben. Ganz grob unterscheiden wir zwischen herausnehmbaren Vollprothesen bei vollständigem Zahnverlust und abnehmbaren Teilprothesen bei teilweisem Zahnverlust. Für den Einsatz von Teilprothesen muss noch eine ausreichend große Anzahl an eigenen, gesunden Zähnen vorhanden sein, die als Halte- oder Ankerzähne für den Zahnersatz fungieren können.

Vollprothesen – preiswert und ästhetisch zufriedenstellend

Wenn Sie alle Zähne verloren haben, kann eine herausnehmbare Vollprothese eine optisch ansprechende und preiswerte Lösung für Sie sein. Sie sorgt innerhalb kurzer Zeit dafür, dass Sie wieder ganz normal kauen und essen können. Diese Art der Versorgung wird in der Regel von den gesetzlichen Krankenversicherungen voll bezuschusst.

Nachteile von Vollprothesen / Totalprothesen

Vollprothesen werden bei einem gänzlich zahnlosen Kiefer lediglich durch die Saugwirkung der Kiefer- und Gaumenschleimhaut im Mund gehalten. Je enger der herausnehmbare Zahnersatz am Kiefer anliegt, desto besser der Sitz. Schwieriger ist dies bei den hufeisenförmigen Zahnprothesen für den Unterkiefer. Diese liegen lediglich auf dem Kieferkamm auf und werden aufgrund ihrer geringeren Gesamtoberfläche weniger gut angesaugt. Entsprechend erfordert insbesondere die Fertigung einer Unterkiefer-Zahnprothese sehr viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung, damit sie nicht von Anfang an im Mund wackelt und scheuert.

Doch selbst, wenn Ihre Zahnprothese nach der Anpassung perfekt sitzt, kann sich dieser Zustand im Laufe der Zeit verschlechtern. Dadurch, dass Ihr Kieferknochengewebe nicht mehr durch die Kaukräfte Ihrer natürlichen Zähne stimuliert wird, kann es nämlich zu dem gefürchteten Kieferknochenschwund kommen. Wenn die Knochensubstanz schwindet, sitzen die Prothesen nicht mehr optimal und verursachen vielfältige Probleme im Mund. Diese bekommen wir dann meist nur mit ergänzenden implantatgetragenen Verankerungssystemen in den Griff.

Ein weiterer Nachteil von Vollprothesen: Das Sprechen gestaltet sich schwieriger und der Geschmackssinn leidet etwas.

Behandlungsschritte bei Vollprothesen

Der typische Ablauf einer Versorgung mit herausnehmbaren Vollprothesen umfasst neben einer umfassenden Anamnese und Diagnostik die folgenden Schritte:

  1. Wir erstellen mit Hilfe von Standard-Abdrucklöffeln Abdrücke Ihres Ober- und Unterkiefers. Diese Abdrücke werden auch „anatomische Abformung“ genannt. Sie geben uns einen ersten Eindruck von Ihren restlichen Zähnen und den sie umgebenden Schleimhäuten und Bändern im Ruhezustand. Anhand der Abdrücke fertigt unser Zahntechniker-Meister individuelle Abdrucklöffel, mit denen wir eine weitere Abformung, Funktionsabformung genannt, vornehmen können. Diese gibt das Bewegungsspiel von Bändern und Schleimhäuten wieder. Anatomische und funktionelle Abformung zusammen erlauben es uns, Ihren Zahnersatz besonders passgenau zu gestalten.
  2. Nun gießt unser Zahntechniker-Meister anhand der Abdrücke ein Gipsmodell des gesamten Kiefers. Dieses Gipsmodell setzen wir in den „Artikulator“ ein, ein Gerät, mit dessen Hilfe wir die Bewebungen Ihres Kiefers simulieren können. Auf diese Weise können wir uns ein exaktes Bild von Ihrer Bisslage und Bisshöhe machen. Nun fertigen wir mittels des Gipsmodells Ihre vorläufige Prothese aus Wachs, die wir mit Ihrer aktiven Hilfe exakt an Ihren Kiefer anpassen.
  3. In einem ausführlichen Gespräch planen wir mit Ihnen nicht nur die Ausführungsform Ihres Zahnersatzes, sondern suchen auch gemeinsam das Material für Ihre dritten Zähne und die Zahnfarbe aus.  
  4. Zuletzt fertigt unser Detallabor-Meister in Köln Ihre endgültige Prothese, die wir bei einem weiteren Termin exakt in Ihren Kiefer einpassen. Anlässlich weiterer Kontrolltermine können bei Bedarf auch nachtäglich noch Änderungen vorgenommen werden.

Teilprothesen made in Köln – mehr als nur Lückenbüßer

Mit abnehmbaren Teilprothesen können wir als Ihre Zahnärzte in Köln größere Lücken zwischen Ihren Zähnen schließen. Wir empfehlen sie häufig dann, wenn eine feste Zahnbrücke nicht mehr ausreicht und andere Versorgungen wie z. B. künstliche implantatgetragene Einzelzähne aus verschiedenen Gründen nicht infrage kommen. In Grenzfällen werden wir Ihnen meist die festsitzende Zahnbrücke empfehlen, da Sie gegenüber einer herausnehmbaren Teilprothese einige Vorteile hat.

Egal ob Zahnbrücke oder herausnehmbare Teilprothese. Es ist immens wichtig, dass Sie Ihre Zahnlücken schließen lassen, damit sich Ihre noch vorhandenen Zähne nicht in die entstandenen Zahnlücken verschieben. Wenn das passiert, passen Ober- und Unterkiefer nicht mehr richtig aufeinander. Dies sorgt nicht nur für Probleme beim Beißen, Kauen und Sprechen, sondern kann auch noch zu weiteren Problemen wie Gelenkschmerzen und Verspannungen in ganz anderen Körperbereichen führen.

Teilprothesen werden an ihren gesunden Nachbarzähnen befestigt. Hierfür gibt es verschiedene Befestigungssysteme. Je ausgeklügelter das Befestigungssystem ist, desto weniger müssen wir von Ihrer gesunden Zahnsubstanz wegschleifen, um es zu verankern. Ganz wichtig bei den Teilprothesen ist der perfekte Sitz. Die bedeutet, Ihre dritte Zähne sollten im Kiefer kein „Spiel haben“ oder federn.

Bei den herausnehmbaren Zahnprothesen unterscheiden wir ganz grob zwei Varianten:

  • die nicht festsitzenden, herausnehmbaren Teilprothesen, zu denen wir die Drahtklammerprothese sowie die Modellgussprothese zählen, und
  • die Kombinationen aus herausnehmbarem und festsitzendem Zahnersatz. In diese Kategorie fallen unter anderem die Geschiebeprothesen und Teleskopprothesen bzw. die teleskopierende Brücke.

Sowohl nicht festsitzende als auch festsitzende herausnehmbare Teilprothesen können direkt auf den natürlichen Zähnen oder – sofern keine gesunden, stabilen Zähne als Anker zur Verfügung stehen – auf Implantaten platziert werden. Mehr zum Thema „implantatgetragener Zahnersatz“ erfahren Sie hier.

Die Drahtklammerprothese  – eine temporäre Lösung

Bei der Teilprothesen-Form handelt es sich um den klassischen herausnehmbaren Zahnersatz bestehend aus Kunststoffkörper und künstlichen Zähnen. Die Drahtklammerprothese wird lediglich mit gebogenen Drähten an den gesunden Zähnen befestigt und daher im Wesentlichen nur durch die Saugkräfte der Mundschleimhaut im Kiefer gehalten. Nicht selten verschlechtert sich bei diesen Prothesen mit der Zeit der Sitz, sodass sich Druckstellen auf dem Zahnfleisch bilden. Deshalb, und weil es sich um einen kostengünstigen und leicht handhabbaren Zahnersatz handelt, eignet sich die Drahtklammerprothese in der Regel nur als Kurz- oder Langzeitprovisorium.

Die Modellgussprothese – eine Klammerprothese für den dauerhaften Gebrauch

Bei den Modellgussprothesen handelt es sich ebenfalls um Klammerprothesen. Diese sind, anders als die Drahtklammerprothesen, allerdings für die dauerhafte Versorgung geeignet. Wir empfehlen unseren Patientinnen und Patienten die Modellgussprothese insbesondere in den Fällen, in denen eine ausreichende, gut erhaltene Restbezahnung noch vorhanden, eine Versorgung mit festsitzendem Zahnersatz jedoch nicht mehr möglich ist. Auch wenn die hinteren Backenzähne fehlen und somit eine sogenannte „Freiendsituation“ besteht, sodass eine feste Zahnbrücke keinen richtigen Halt fände, kann die Modellgussprothese eine gute Lösung für Sie sein.

Modellgussprothesen sind abnehmbar und können somit außerhalb des Mundes gereinigt werden. Bei fortschreitendem Zahnerverlust kann sie innerhalb eines gewissen Rahmens auch erweitert werden. Mit viel Sorgfalt gefertigt, stellt sie heute eine funktional und ästhetisch zufriedenstellende Basisversorgung dar. Aufgrund ihrer Klammerverankerung hat sie allerdings auch einige Nachteile:

  • Durch die Befestigungsklammern werden Ihre Zähne unnatürlich belastet. Durch damit einhergehende Ab- und Umbauprozesse im Kieferknochen kann ein sogenannter Schlotterkamm entstehen. Beim Schlotterkamm handelt es sich um lockeres Bindegewebe auf dem Kieferkamm, das eine ausreichend gute Haftung der Prothese nahezu unmöglich macht. Hier hilft oft nur noch der operative Eingriff. Dieser Nachteil ist bei festsitzendem Zahnersatz weniger bis gar nicht gegeben.
  • Die Befestigungsklammern sind gegebenenfalls von außen sichtbar.
  • Der Sitze einer Modellguss-Prothese kann sich mit der Zeit verschlechtern.

Form und Aufbau einer Modellgussprothese

Das Grundgerüst einer Modellguss-Prothese einschließlich sämtlicher Halte und Stützelemente besteht aus einer Chrom-Cobalt-Molybdän-Legierung, also aus Metall. Die Prothesenbasis bzw. die Prothesensättel, das heißt die Teile, in welche die künstlichen Zähne eingearbeitet werden, besteht aus dem Prothesenkunststoff Acrylat.

Um den Weg zwischen den Prothesensätteln zu den gesunden Ankerzähnen zu überbrücken, verbinden wir die Prothesensättel mit einer Art durchgehenden Metallsteg, der an der Hinterseite der Zähne aufliegt. Anschließend befestigen wir diese Konstruktion mit Gussklammern an Ihren gesunden Ankerzähnen. Dadurch, dass wir mehrere Gussklammern zur Befestigung einsetzen, sitzt die Modellgussprothese relativ sicher und fest im Mund. Da sich zudem die Beiß- und Kaukräfte auf mehrere Klammerzähne sowie auf die Metallauflage verteilen, werden die gesunden Zähne weniger belastet als beispielsweise bei der Versorgung mit einfachen Drahtklammer-Prothesen.

Die Modellgussprothese wird trotz der Befestigungssysteme im Wesentlichen durch die Saugeffekte des Mundspeichels zwischen der Prothesenbasis und dem weichen Gewebe im Mund gehalten. Je besser die Modellguss-Prothese mit dem Kieferrand abschließt, desto stärker die Saugkraft und besser der Sitz. Der gute Sitz Ihrer Zahnprothese ist ganz wichtig, damit keine Hebelwirkungen entstehen und ihre übrigen Zähne nicht geschädigt werden. Deshalb lässt unser hauseigener Zahntechniker-Meister sehr viel Sorgfalt bei der Herstellung Ihrer Modellguss-Prothese walten.

Die Geschiebeprothese – eine langlebige und ästhetische Lösung

Wenn Sie eine sehr stabile, ästhetische und auch dauerhaft komfortable Versorgung mit herausnehmbarem Zahnersatz wünschen, dann ist die Geschiebeprothese eine gute Empfehlung. Die Geschiebeprothese ist eine Kombination aus festsitzendem und herausnehmbarem Zahnersatz, weshalb sie die Vorteile eines sicheren Sitzes mit dem Vorteil der relativ leichten Reinigung in sich vereinigt.

Befestigt wird die Geschiebeprothese klammerlos an den Restzähnen, auf die jeweils eine keramisch verblendete Metall-Zahnkrone zementiert wurde. Bei dieser Lösung rasten exakt geformte, an der herausnehmbaren Zahnprothese befestigte Stäbe in ihre Gegenstücke, die an der Rückseite der Zahnkrone befestigten Schienen ein. Nach außen hin sind die Geschiebevorrichtungen unsichtbar.

Die Schienen bzw. Geschiebeteile, in die der herausnehmbare Zahnersatz einrasten soll, passen wir in Wachs an und löten sie als Präzisionsguss an den Haltekronen fest. Erst dann werden die Gegenstücke, die Metallstäbe oder -zapfen, fest mit dem herausnehmbaren Teil Ihres Zahnersatzes verlötet, sodass sie präzise geführt in die Schienen der Zahnkronen geschoben werden können. Mit einer in den Stäben befindlichen Schraube stellen wir die gewünschte Haltekraft der Geschiebeprothese individuell für Sie ein. Statt Schienen können wir Ihnen, je nach Ausgangslage, auch andere klammerlose Befestigungssysteme wie Anker, Riegel, Stege oder druckknopfähnliche Verbindungen empfehlen.

Geschiebeprothesen sind weitaus aufwendiger in der Herstellung als Klammerprothesen. Dies erklärt ihren vergleichsweise höheren Preis. Dafür werden Sie aber auch mit einem hervorragenden Sitz Ihrer herausnehmbaren Teilprothese belohnt. Den deutlichen Unterschied gegenüber herkömmlichen Teilprothesen werden Sie insbesondere dann merken, wenn Sie bisher eine Klammerprothese getragen haben. Es bedarf allerdings ein wenig Übung, die Geschiebeprothese abzunehmen und wieder einzusetzen. Deshalb ist diese Lösung vielleicht nicht für Patienten im sehr fortgeschrittenen Alter geeignet.

Die teleskopierende Brücke – hochwertig und einfach handhabbar

Die Teleskop-Teilprothese kommt ganz ohne nach außen hin sichtbare Metallbügel und Metallbänder aus. Sie sitzt erheblich fester und stabiler im Kiefer als herkömmliche Klammerprothesen, kann aber zur Reinigung leichter abgenommen werden als die Geschiebeprothese, weil sie nicht geschoben, sondern von oben aufgesetzt wird. Auch die Reinigung ist bei Teleskopprothesen etwas bequemer. Ein weiterer Pluspunkt: Die teleskopierende Brücke kann einfacher erweitert werden als die Geschiebeprothese. Da sie zudem der Geschiebeprothese hinsichtlich Sitz und Tragekomfort in nichts nachsteht, empfehlen wir sie unseren Patientinnen und Patienten recht häufig. Selbst bei nur wenigen Restzähnen können wir mit einer teleskopierenden Brücke eine langfristig zufriedenstellende Zahnersatz-Lösung für Sie realisieren. Bedingt durch ihre stabile Konstruktion und hochwertigen Materialien kann eine teleskopierende Brücke jahrzehntelang halten, vorausgesetzt, sie pflegen Ihren Mund und Ihren Zahnersatz mit der gebotenen Sorgfalt.

Herstellung und Anpassung einer teleskopierenden Brücke sind sehr aufwendig. Zum einen müssen wir die Ankerzähne, welche die Primärkronen aufnehmen, akkurat beschleifen, zum anderen benötigen wir eine Vielzahl an Arbeitsschritten, um Ihren Zahnersatz präzise herzustellen und exakt in Ihren Kiefer einzupassen. Es bedarf meist mehrerer Anproben, bis wir den aufzunehmenden Part Ihrer Teleskop-Brücke endgültig einzementieren können. Aus diesem Grunde ist eine teleskopierende Brücke auch deutlich teurer als eine Modellgussprothese mit Klammerbefestigung.

Wie funktioniert die teleskopierende Brücke

Die teleskopierende Brücke arbeitet mit der Doppelkronen-Mechanik. Die Zähne, die Ihre Teleskopbrücke tragen sollen, werden zunächst abgeschliffen. Anschließend werden die röhrchenähnlichen Primärkronen, auch Innenteleskope genannt, fest auf die verbliebenen Zahnstümpfe zementiert. Das Gegenstück zu den Innenteleskopen sind die Außenteleskope oder Sekundärkronen. Sekundärkronen können Sie sich wie Kappen in Zahnform vorstellen, die in den Prothesenkunststoff gelötet, geklebt oder mit Halteelementen (Retentionen) verankert werden. Die Sekundärkronen, die später von den mit den Primärkronen ausgestatteten Ankerzähnen aufgenommen werden sollen, sind mit Zwischengliedern aus künstlichen Zähnen verbunden. Diese Zwischenglieder ersetzen die verloren gegangenen Zähne. Der Prothesenkörper mit den Sekundärkronen verbindet also sämtliche Primärkronen miteinander, ähnelt also im Wesentlichen einer stabilen Schiene. Zu einer Zahnlockerung wie mitunter bei klammergetragenen Teilprothesen kommt es daher bei teleskopierenden Brücken äußerst selten.

Das Einsetzen Ihrer teleskopierenden Brücke ist ganz einfach. Hierfür müssen Sie nur die Sekundärkronen auf die Primärkronen setzen. Falls Sie keine geeigneten Ankerzähne haben, die wir mit Primärkronen ausstatten können, besteht auch die Möglichkeit, Ihnen die Stützpfeiler in Form von Zahnimplantaten zu inserieren.

Material der teleskopierenden Brücke 

Doppelkronen bestehen normalerweise aus Goldlegierungen oder werden mittels Galvanotechnik hergestellt. Immer häufiger kommt als Material auch Titan zum Einsatz. Die Sekundärkronen werden mit demselben zahnfarbenem Kunststoff verblendet, aus dem die Zwischenglieder der teleskopierenden Brücke bestehen, sodass man bei richtiger Farbwahl keinen Unterschied zu Ihren natürlichen Zähnen sieht. Keramikverblendungen kommen bei der Teleskop-Prothese nur sehr selten zum Einsatz, weil sie größeren Spannungen ausgesetzt ist als eine Standardprothese und ein Keramikmaterial deshalb leicht brechen könnte.

Der Behandlungsablauf

Der genaue Behandlungsablauf richtet sich nach der jeweilig ausgewählten Prothesenvariante.

  1. Allem voran gehen eine gründliche Diagnostik und ein ausführliches Vorgespräch.
  2. Im nächsten Termin nehmen unsere Zahnärzte mittels einer speziellen Metallform und weichen Abdruckmasse eine Erstabformung Ihrer noch vorhandenen Zähne vor. Anschließend werden wir eine Funktionsdiagnostik vornehmen, um die Maße Ihres Kiefers und seine Funktionsweise möglichst genau zu bestimmen.
  3. Bei einigen Teilprothesen-Varianten wie z. B. der Teleskop- oder Metallgussprothese werden unsere Zahnärzte die Zähne, die der Befestigung Ihres Zahnersatzes dienen, so schonend wie möglich abschleifen. Damit Sie in der Übergangsphase keine Einschränkungen erleben müssen und normal kauen können, versorgen wir die Zahnstümpfe bis zur Fertigstellung Ihres endgültigen Zahnersatzes mit Kunststoffprovisorien.
  4. Anhand der Abdrücke und der Messdaten aus der Funktionsdiagnostik erstellen wir in unserem Meister-Dentallabor einen Gipsabdruck Ihres Kiefer mit den noch vorhandenen Zähnen. Diesen Gipsabdruck setzen wir in den sogenannten Artikulator ein, mit dem wir die Kaubewegungen Ihrer Kiefergelenke sehr realitätsnah simulieren können. Dies hilft uns, Ihren Zahnersatz später in der richtigen Dimension und mit perfekt abgestimmten Kauflächen zu modellieren.
  5. Das Gipsmodell wiederum ist Basis für die Herstellung Ihrer vorläufigen Teilprothese aus Wachs. Diese Wachsprothese setzen wir Ihnen in einem weiteren Termin ein und bearbeiten sie nach. Dabei handelt es sich sozusagen um ein „Feintuning“ mit Ihrer Unterstützung, denn selbstverständlich spielt Ihr subjektives, natürliches Empfinden für den späteren guten Sitz Ihres endgültigen Zahnersatzes eine wichtige Rolle.
  6. Im letzten Termin erfolgt dann die Anpassung ihres endgültigen Zahnersatzes, bei dem wir Ihre Wünsche hinsichtlich Zahnform und -farbe selbstverständlich berücksichtigt haben.

Ihre herausnehmbare Zahnprothese im Alltag

Aller Anfang ist neu – ein paar Worte zur Eingewöhnung

Gut Ding will Weile haben, so auch der Prozess der Eingewöhnung. Gerade weil unser hauseigenes Dentallabor in Köln für absolute Präzisionsarbeit steht, sind unsere Zahnärzte erst dann zufrieden, wenn Ihr Zahnersatz perfekt sitzt. Dank unserer langjährigen Erfahrung ist dies normalerweise sehr schnell der Fall.

Es ist übrigens ganz normal, dass sich während der Eingewöhnungsphase kleine Beeinträchtigungen wie z. B. Druckstellen bemerkbar machen. In diesem Fall bitten wir Sie, schnellstmöglich unsere Zahnarztpraxis in Köln aufzusuchen, damit unser Zahnarzt den Sitz Ihrer Zahnprothese korrigieren kann. Meist bedarf es einiger kurzer Termine, bis Ihr Zahnersatz optimal sitzt. Ganz wichtig ist, dass Sie sich trotz eventueller Druckstellen zu Beginn nicht dazu verleiten lassen, auf nur einer Seite zu kauen, denn ein ausgeglichenes „Beiß- und Kauftraining“ ist sehr wichtig für die langfristig gute Funktionalität Ihrer dritten Zähne.

Auch dritte Zähne brauchen sehr viel Pflege

Sicher … dritte Zähne können keine Karies bekommen. Dennoch ist eine regelmäßige Mund- und Zahnpflege immens wichtig. Wir empfehlen Ihnen deshalb, Ihre dritten Zähne mindestens zweimal täglich, besser noch nach jeder Malzeit herauszunehmen und genauso gründlich zu pflegen wie Ihre noch im Mund befindlichen gesunden Zähne.

Bitte reinigen Sie auch die tragenden Elemente Ihrer Zahnprothese sowie die verbindenden Elemente wie z. B. die Klammern, weil sich in diesem Bereich sehr oft Ablagerungen bilden, die zu Entzündungen des umliegenden Zahnfleisches und zu Karies an den gesunden Ankerzähnen führen können. Ihren gesunden Zähnen kommt schließlich die wichtige Aufgabe zu, Ihre Zahnprothese so lange wie möglich zu halten und zu stabilisieren. Setzen Sie neben Zahnbürste und Zahnpasta ruhig Zahnseide oder Interdentalbürsten ein, um auch die Zwischenräume der Zähne optimal zu pflegen. Hier erhalten Sie ausführlichere Informationen zum Thema Zahnprophylaxe und Vorsorge (Link setzen).

Was tun, wenn Ihre dritten Zähne Schaden nehmen?

Unglückliche Umstände können immer einmal dazu führen, dass Ihr herausnehmbarer Zahnersatz beschädigt wird oder sogar bricht. Wir empfehlen Ihnen in diesen Fällen, nicht selbst Hand an die Zahnprothese zu legen, um sie zu reparieren. Unser versierter und erfahrener Zahntechnikermeister ist bestens ausgestattet und kann Ihre beschädigte Prothese normalerweise kurzfristig und dauerhaft ohne Einbüßung des Tragekomforts reparieren. Hierfür stehen ihm unter anderem hochfeine Lötgeräte und materialgerechte Klebstoffe zur Verfügung. Wenn Sie Ihren Zahnersatz beispielsweise selbst kleben, ist unter Umständen ihr Sitz nicht mehr gut, was vielfältige Auswirkungen auf Ihre Zahngesundheit und damit auf Ihre allgemeine Gesundheit haben kann.