Neue Wege der Parodontitis- und Parodontosebehandlung in Köln

Mit einer innovativen Parodontitis- bzw. Parodontosebehandlung befreien wir Ihr Zahnfleisch von Entzündungen und sorgen dafür, dass sich bereits abgebauter Kieferknochen wieder regeneriert – und zwar ganz ohne operativen Eingriff!

Zahnfleischentzündungen und Kieferknochenschwund sind die unangenehmen Begleiterscheinungen der „Volkskrankheit“ Parodontitis, im alltäglichen Sprachgebrauch häufig mit der Parodontose, dem Knochenverlust ohne Beteiligung entzündlicher Prozesse gleichgesetzt. Doch ganz gleich, ob Parodontitis oder Parodontose: Der Abbau des Knochens wiegt besonders schwer, da er unbehandelt unweigerlich zu einer Lockerung und im schlimmsten Fall zum Ausfallen der Zähne führt.

Nach der immer noch weitverbreiteten Schulmeinung kann degenerierter Kieferknochen ohne operativen Eingriff nicht mehr aufgebaut werden. Man könne lediglich die Zahnfleischentzündungen eindämmen und einen weiteren Knochenschwund verhindern.

Völlig neue Therapieansätze machen eine Regeneration des Kieferknochens ohne Operation aber sehr wohl möglich!

Die Therapie, die wir, Ihre Zahnärzte in Köln, bereits sehr erfolgreich praktizieren, beruht auf der Erkenntnis, dass Zahnfleischentzündungen und Knochenabbau völlig unterschiedliche Ursachen haben können und daher auch individuell behandelt werden müssen. Unsere ganzheitliche Parodontitis- bzw. Parodontose - Therapie umfasst daher neben den klassischen Maßnahmen zur Beseitigung der entzündungsverursachenden bakteriellen Zahnbeläge die sogenannte DOXY-Gel-Therapie.

DOXY-Gel hat nicht nur eine entzündungshemmende Wirkung, sondert deaktiviert reversibel die knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten). Auf diese Weise kann sich Ihr Kieferknochen so regenerieren, dass Ihre Zähne wieder fest im Kiefer sitzen.

Die Parodontitis ist gekennzeichnet durch Entzündungen und Knochenabbau.

Das Krankheitsbild der Gingivitis beschreibt eine Zahnfleischentzündung, die – richtig behandelt – heilbar ist. Eine Parodontitis hingegen ist gekennzeichnet durch Zahnfleischentzündungen mit Blutungsneigung, tiefen Zahnfleischtaschen sowie Kieferknochenverlust. Einen Knochenverlust ohne Beteiligung entzündlicher Prozesse nennt man Parodontose.

Zu den wichtigsten Auslösern der Zahnfleischentzündung zählen bestimmte Mikroorganismen. Vermehren sich diese ungebremst in den Belägen auf den Zähnen und in den Zahnfleischtaschen, fängt das körpereigene Immunsystem an, sich gegen dieses „Bombardement“ mit einer Entzündung zu wehren. Ob und inwieweit dies geschieht, hat nicht ausschließlich etwas mit unzureichender Mundhygiene oder anderen Risikofaktoren wie z. B. Rauchen, Diabetes, hormonellen Veränderungen, Übergewicht oder Stress zu tun, sondern hängt im Wesentlichen auch davon ab, inwieweit das menschliche Immunsystem mit dem „Bakterienansturm“ fertig wird. Dies erklärt, warum Menschen trotz vorbildlicher Mundhygiene an Parodontitis erkranken können, während andere, die nachlässiger sind, niemals Probleme bekommen.

Knochenabbau bei Parodontitis – eine Frage des Immunsystems!

Typische Symptome einer Parodontitis sind entzündetes Zahnfleisch, das bereits bei der kleinsten Berührung blutet, tiefe Zahnfleischtaschen, in denen sich hartnäckige Zahnbeläge gesammelt haben, sowie ein Rückgang des Kieferknochens und sich zurückziehendes Zahnfleisch, wodurch die Zähne optisch länger werden.

Anders als die Entzündung hat der Knochenabbau oft jedoch keine bakteriellen Ursachen, sondern ist die Folge einer Überreaktion des Immunsystems beziehungsweise einer Störung des Knochenstoffwechsels. Zum besseren Verständnis: Der menschliche Knochen erneuert sich ständig. Täte er dies nicht, würde er schon vor der Zeit altern und irgendwann brechen. Im optimalen Fall herrscht zwischen Knochenabbau und Knochenaufbau ein Gleichgewicht. Ein überreagierendes Immunsystem führt jedoch dazu, dass die knochenabbauenden Zellen gegenüber den knochenaufbauenden Zellen die Oberhand gewinnen. Die Ursachen für die Überreaktion lassen sich dabei leider nicht immer beseitigen. Mit der sogenannten DOXY-Gel-Therapie haben wir aber die Möglichkeit, die aus den Fugen geratene Tätigkeit der knochenabbauen Zellen (Osteoklasten) reversibel zu hemmen, sodass sich der Knochen wieder regenerieren kann.

Parodontitis und Knochenabbau erfordern schnelles Handeln.

Wenn Ihr Zahnarzt in Köln bei Ihnen eine Gingivitis, eine Parodontitis mit Knochenschwund oder eine reine Parodontose diagnostiziert, ist schnelles Handeln angesagt, damit wir ein Fortschreiten der Erkrankung stoppen können. Behandeln wir diese ernsthaften Erkrankungen des Zahnhalteapparates nicht, drohen lockere Zähne und Zahnausfall.

Über die folgenden Links erhalten Sie mehr Informationen zur Diagnostik und Behandlung von Parodontitis sowie zu ihren Auswirkungen auf Ihre gesamte Gesundheit. Bitte beachten Sie auch die gesonderten Informationen, die wir speziell zum Thema „Knochenaufbau mit DOXY-Gel in Köln” für Sie bereitgestellt haben.

Selbstverständlich beantworten wir Ihre Fragen zum Thema gerne auch persönlich. Rufen Sie uns einfach an oder vereinbaren gleich einen Termin in unserer Zahnarztpraxis in der Klinik am Ring.

Diagnostik und Therapie

Jede erfolgreiche Therapie beruht auf einer modernen und umfassenden Diagnostik.

Wir können Sie nur optimal behandeln, wenn wir die richtige Diagnose stellen. Unsere diagnostischen Maßnahmen helfen uns nicht nur, Ihr individuelles Parodontitisrisiko, sondern auch den Schweregrad einer bereits bestehenden Erkrankung festzustellen. Die wichtigsten Stützpfeiler unserer Parodontitis-Diagnostik sind:

  • Umfassende Anamnese
    Wenn Sie zum ersten Mal unsere Zahnarztpraxis in Köln aufsuchen, werden wir Sie eingehend zu Ihren aktuellen Beschwerden befragen. Aber auch Ihre vorhergehende Krankengeschichte ist sehr wichtig für uns, weil sie uns hilft, Ihren gesundheitlichen Gesamtzustand zu beurteilen und Sie so noch besser und abgestimmter zu behandeln.
  • MMP8-Tests
    Mit den sogenannten MMP8-Tests können wir in einem sehr frühen Stadium ermitteln, ob bei Ihnen bereits knochenabbauende Zellen aktiv sind, und zwar noch bevor diese Prozesse überhaupt richtig in Gang kommen. Mithilfe des MMP8-Tests bestimmt Ihr Zahnarzt in Köln die sogenannte Kollagenase. Die Kollagenase, ein körpereigenes Enzym, ist ein Marker für die Stabilität des Kieferknochens. Eine „MMP-8 aktive“ Kollagenase spricht dafür, dass der Knochen bereits pathologisch abgebaut wird. Dieser Test ist besonders dann wichtig, wenn Sie zu den Risikopatienten für Parodontitis gehören. Der MPP8-Test dient aber nicht nur der Diagnosestellung, sondern auch der kontinuierlichen Erfolgskontrolle im Rahmen einer umfassenden Parodontitisbehandlung sowie als Instrument der Nachsorge. 
  • Röntgenaufnahmen
    Anhand einer Röntgenaufnahme prüfen wir, wie weit der Knochenabbau fortgeschritten ist. Sie dient – zusammen mit späteren Aufnahmen - auch der Dokumentation des Behandlungserfolges. 
  • Messung der Zahnfleischtaschentiefe
    Die Messung der Tiefe Ihrer Zahnfleischtaschen gibt uns ebenfalls Aufschluss darüber, ob bei Ihnen bereits eine Parodontitis vorliegt und wie weit sie gegebenenfalls fortgeschritten ist. Hierfür steht uns mit der computer- und sprachgesteuerten FloridaProbe eine hochmoderne Parodontalsonde zur Verfügung, mit der wir die Taschentiefen besonders genau ermitteln können.

Auf Basis unserer Untersuchungsergebnisse aus der Diagnostik geben wir Ihnen unsere Empfehlungen und erstellen gemeinsam mit Ihnen Ihren individuellen Behandlungsplan.

Die Phasen der Gingivitis- oder Parodontitisbehandlung

Wenn wir bei unseren Patientinnen und Patienten eine Gingivitis oder bereits eine Parodontitis mit Knochenabbau diagnostiziert haben, gilt es, mit einer zielgerichteten Behandlung einen vorzeitigen Zahnverlust abzuwenden. Je nach Diagnose behandeln wir die Zahnfleischentzündung, den Knochenabbau oder beides.

1. Behandlung der Zahnfleischentzündung

a. Hygienephase: Die Hygienephase umfasst die professionelle Zahnreinigung, die von unserer Prophylaxefachkraft unter zahnärztlicher Kontrolle vorgenommen wird. Gereinigt werden alle Zähne, Zahnzwischenräume, der Zahnfleischsaum sowie alle sichtbaren Wurzeloberflächen. Wenn die Zähne wieder glatt sind, bestehen gute Chancen, dass sich das Zahnfleisch wieder komplett an die Zahnhälse anlegt. Gerade bei einer Gingivitis, der Vorstufe einer Parodontitis, kann eine professionelle Zahnreinigung oft schon ausreichen und ein Fortschreiten der Entzündungsprozesse verhindern.

b. Parodontaltherapie: Reicht eine professionelle Zahnreinigung allein nicht aus, weil sie schon sehr tiefe Zahnfleischtaschen haben, schließt eine Parodontaltherapie an. Mit speziellen Instrumenten, Küretten genannt, entfernen wir die weichen und harten Zahnbeläge aus den Zahnfleischtaschen und glätten anschließend die Wurzeloberflächen, sodass keine neuen Bakterien anhaften können. In schweren Fällen kann eine zusätzliche Gabe von Antibiotika oder eine antibakterielle Behandlung mit desinfizierenden Chlorhexidinpräparaten sinnvoll sein.

2. Regeneration des Kieferknochens

Ihren degenerierten Kieferknochen behandeln wir mit DOXY-Gel, das wir direkt in die Zahnfleischtaschen einbringen. DOXY-Gel wirkt auf ein bestimmtes körpereigenes Eiweiß bzw. Enzym, die MMP (Matrix Metalloproteinase), und hindert es daran, die knochenabbauenden Zellen zu aktivieren. Die knochenabbauenden Zellen werden vom DOXY-Gel hingegen nicht beeinflusst, sodass für die Dauer der Behandlung entsprechend mehr Knochen aufgebaut als abgebaut wird. Darüber hinaus wirkt DOXY-Gel entzündungshemmend. Den positiven Effekt der Erstbehandlung, die insgesamt 9 Monate dauert, können wir durch eine nachfolgende Erhaltungstherapie mit Recalls im Intervall von 3-6 Monaten erhalten. Regelmäßige MMP8-Tests zeigen uns dabei die Aktivitäten der knochenabbauenden Osteoklasten auf. Hier erfahren Sie mehr über diese äußerst effiziente Behandlungsmethode, die dazu beitragen kann, Ihre Zähne bis ins hohe Alter zu erhalten.

Warum Nachsorge bei der Behandlung von Parodontitis so wichtig ist.

Parodontitis ist eine chronische Erkrankung und bedarf deshalb einer lebenslangen Vorsorge. Wir empfehlen Ihnen daher, in regelmäßigen Abständen unsere Praxis in Köln aufzusuchen, um eine professionelle Zahnreinigung durch unsere erfahrenen Prophylaxe-Assistentinnen vornehmen zu lassen. Die professionelle Zahnreinigung ist äußerst wichtig, um die entzündungsverursachenden bakteriellen Zahnbeläge zu reduzieren. Vollständig werden wir den sogenannten Biofilm – die Schleimschicht im Mund, in der die Mikroorganismen leben – aber nicht entfernen können. Bereits nach relativ kurzer Zeit nimmt die Keimbelastung im Mund wieder zu. Dies ist der Grund, warum nur regelmäßige prophylaktische Maßnahmen einen langfristigen Behandlungserfolg garantieren.

Zu einer effizienten Nachsorge gehört auch der regelmäßige „DOXY-Gel-Recall” in Intervallen von 3-6 Monaten. Der relativ geringe zeitliche Aufwand lohnt sich, denn er erhält Ihnen langfristig die Zähne. Vergessen Sie nicht: Kein noch so guter Zahnersatz kann Ihre natürlichen Zähne zu 100% ersetzen.

Zwischen den einzelnen Terminen können Sie selbst ganz viel tun, indem Sie auf eine sorgfältige häusliche Zahnhygiene achten. Dazu gehört das regelmäßige Putzen der Zahnoberflächen genauso wie die Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten. Im Sinne Ihrer Zahngesundheit empfehlen wir Ihnen, auf eine vitaminreiche, zahnschonende Kost zu achten und insbesondere das Rauchen zu vermeiden. In diesem Zusammenhang möchten wir Sie auch auf unser umfangreiches Prophylaxeprogramm aufmerksam machen.

Parodontitis – eine enorme Belastung für Ihren Körper

Parodontitis kann nicht nur zum Zahnverlust führen, sondern auch die Gesundheit Ihres ganzen Körpers belasten. Die Entzündungsprodukte der Parodontitisbakterien können in die Blutbahn gelangen und schlimmstenfalls einen Schlaganfall oder Herzinfarkt herbeiführen. Es ist heute erwiesen, dass eine unbehandelte Parodontitis sogar zu Fehl- oder Frühgeburten führen und einen Diabetes verschlechtern kann.

Verschiedene Erkrankungen der Atemwege und der Lungen sowie Krankheiten des rheumatischen Formenkreises können ebenfalls häufig dem Auslöser „Parodontitis“ zugeschrieben werden.

Zu den Risikogruppen für eine Parodontitis gehören daher:

  • Frauen in den Wechseljahren,
  • Schwangere,
  • Übergewichtige,
  • Menschen, die häufig Stress ausgesetzt sind,
  • chronisch kranke Menschen mit Herz- und Kreislaufschwäche, Rheuma, Allergien und Diabetes,
  • Menschen mit schwachem Immunsystem,
  • ältere Menschen.