Zahnwurzelbehandlungen (Endodontie) in Köln

Die Endodontie ist eine zahnärztliche Teildisziplin, die sich unter anderem mit der Behandlung bakteriell infizierter Zahnwurzelkanäle beschäftigt.

Im Inneren der Zahnwurzelkanäle befindet sich das Zahnmark, ein Weichgewebe, das auch Pulpa genannt wird. Dieses Weichgewebe beginnt unter der Zahnkrone und reicht bis an die Zahnwurzelspitze. Es besteht hauptsächlich aus einem Geflecht aus Blutgefäßen, Lymphgefäßen und Nervenfasern, über das der Zahn "ernährt" wird und seine Sensibilität gegenüber Reizen von außen (z. B. Kälte-/Wärmereiz) erhält. Ist das Pulpengewebe in den Wurzelkanälen bakteriell befallen und entzündet, müssen wir dieses entfernen, um den Zahn erhalten zu können. 

Für diesen anspruchsvollen Bereich steht uns in unserer Zahnarztpraxis in der Kölner Klinik am Ring mit Dr. med. dent. Björn Kascha MSc. ein hervorragender Experte zur Seite. Dr. Kascha arbeitet auf höchstem Qualitätsniveau, wie es sehr häufig nur unter Einsatz eines modernen OP-Mikroskops erreicht werden kann.

Wie kommt es zu einer Zahnwurzelentzündung?

Ist ein Zahn durch Karies oder Außeneinwirkungen defekt, können schädliche Bakterien ins Zahninnere eindringen, dort Entzündungsprozesse hervorrufen und insbesondere die zarten Zahnnerven schädigen oder zerstören. Häufig bleibt dieser Prozess für eine lange Zeit symptomlos, bis sich erste Anzeichen einer Zahnwurzelentzündung bemerkbar machen.

Woran erkennt man eine Zahnwurzelentzündung?

Der befallene Zahn reagiert plötzlich empfindlich auf Wärme und Kälte oder beginnt zu schmerzen. Oft diagnostizieren wir eine Entzündung der Pulpa bei unseren Routinechecks, wenn wir Sensibilitätstests durchführen. Manchmal entdecken wir sie aber auch auf einer Röntgenaufnahme.

Wie können wir Ihnen helfen?

Bei einer Zahnwurzelentzündung ist schnelles Handeln angesagt, weil ansonsten die schädlichen Bakterien bis in den Kieferknochen eindringen können. Ein derart befallener Kiefer kann anschwellen und sehr schmerzhafte, eitrige Entzündungen ausbilden. Im schlimmsten Fall schwächt eine Zahnwurzelentzündung das Immunsystem so stark, dass sie sich auf den Rest des Körpers ausweitet und dort ernsthafte Krankheitsbilder verursacht.

Früher griffen Zahnärzte bei einer Zahnwurzelentzündung häufig auf die radikale Methode zurück: Sie zogen den Zahn. Heute können wir mit speziellen Verfahren und unter Zuhilfenahme unseres OP-Mikroskops das erkrankte Pulpengewebe entfernen und die Zahnwurzel mit einem körperverträglichen Material abdichten. Mit dem Abdichten verhindern wir, dass neue Bakterien ins Zahninnere eindringen. Dank moderner, lokaler Betäubungsmethoden läuft diese Behandlung meist völlig schmerzfrei ab.

Sollten Ihre Zähne schmerzen oder Sie empfindlich auf Heiß- und Kaltreize reagieren, empfehlen wir Ihnen, schnellstmöglich einen Zahnarzttermin in unserer Praxis auszumachen. Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt in der Kölner Klinik am Ring wird alles tun, um Ihren Zahn zu retten.

Mehr über die Behandlung einer Zahnwurzelentzündung erfahren Sie durch Klicken der folgenden Links.

Was erwartet Sie konkret bei einer Wurzelkanalbehandlung?

Der Behandlungsablauf gliedert sich im Wesentlichen in drei Behandlungsschritte: die Wurzelkanalreinigung, die medikamentöse Zwischeneinlage und die Versiegelung der gereinigten Wurzelkanäle.

Wurzelkanalreinigung

Zunächst werden wir Ihren Zahn „trockenlegen“, indem wir ihn durch ein Spanngummi von den anderen Zähnen isolieren. Auf diese Weise können wir bakterienfrei arbeiten.

Anschließend werden wir einen Zugang in Ihr Zahninneres legen, das Wurzelkanalsystem des Zahns sondieren und die einzelnen Zahnwurzelkanäle wieder durchgängig machen. Ein hochmodernes beleuchtetes OP-Mikroskop erlaubt es Dr. Kascha, unter mehr als 20facher Vergrößerung zu arbeiten. Diese Präzisionsarbeit ist notwendig, damit er in dem häufig verzweigten System auch kleinere Kanäle aufspüren kann. Danach wird er die Hauptkanäle des Zahnwurzelsystems mit speziellen Instrumenten und Spüllösungen reinigen und auf diese Weise von Bakterien und bakteriellen Abbauprodukten befreien.

Medikamentöse Zwischeneinlage

Nach der Reinigung der Zahnwurzelkanäle wird meist eine medikamentöse Einlage im behandelten Zahn notwendig. Diese Zwischeneinlage ist einerseits eine Art zusätzliche Desinfektion, andererseits dient sie dazu, den entstandenen Hohlraum bis zum nächsten Behandlungstermin bakteriensicher zu verschließen.

Wurzelfüllung

Eine Wurzelkanalbehandlung ist nur dann erfolgreich, wenn eine Neubesiedlung durch Bakterien so gut wie ausgeschlossenen werden kann. Aus diesem Grund versiegeln wir die Kanaleingänge mit einem speziellen Kunststoffmaterial. Die Kanäle sind häufig sehr lang und zu den Seiten hin verzweigt. Daher sind beim Ausfüllen der Wurzelkanäle nicht nur die neuesten Techniken, sondern auch höchstes Können und eine präzise Arbeitsweise gefragt. Den Erfolg unserer Behandlung überprüfen wir in regelmäßigen Abständen anhand von Röntgenaufnahmen.

Zahnüberkronung

Je nach Ausprägung der Entzündung geht bei einer endodontischen Behandlung viel Zahnsubstanz verloren. In diesen Fällen können wir Ihren Zahn mit einer Zahnkrone oder Teilkrone abschließend stabilisieren.

Wurzelkanalrevision – wenn eine normale Wurzelkanalbehandlung nicht ausreicht.

Häufig stellen sich bei uns Patientinnen und Patienten vor, bei denen eine Wurzelkanalbehandlung nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat und daher wiederholt werden muss. Die möglichen Gründe für die Notwendigkeit einer Revisionsbehandlung sind vielfältig. Manchmal sind die Wurzelkanäle so verzweigt und eng, dass sie beim ersten Mal nicht ausreichend gereinigt werden konnten. Dann wieder ist eine Füllung oder Zahnkrone undicht und als schützende Barriere gegen Bakterien unbrauchbar geworden.

Auch bei der Revisionsbehandlung isoliert Dr. Kascha zunächst den zu behandelnden Zahn mit einem Spanngummi und sondiert die Wurzelkanäle. Hierfür kann es notwendig sein, eine vorhandene Krone oder Brücke zu entfernen. Anschließend entfernt er das infizierte Füllmaterial der vorangegangenen Wurzelbehandlung aus den Wurzelkanälen und bringt ein desinfizierendes Medikament in die entstandenen Hohlräume ein.

Beim nächsten Termin erfolgt schließlich die erneute Reinigung der Wurzelkanäle. Hierfür setzt Dr. Kascha  – anders als beim Standardverfahren – ein OP-Mikroskop ein. Damit kann er alle unzureichend oder gar nicht behandelten Wurzelkanäle aufspüren und das komplette Wurzelkanalsystem bis in den kleinsten Seitenkanal hinein sowie die infizierte Zahnhartsubstanz gründlich reinigen, desinfizieren und neu ausformen. Zuletzt wird er die gereinigten Hohlräume mit speziellen Materialien abdichten und die Zahnkrone neu aufbauen.

Nun kann sich die Entzündung an der Wurzelspitze zurückbilden und der Kieferknochen wieder vollständig regenerieren. Die Erfolgsrate einer präzisen Wurzelkanalbehandlung liegt bei etwa 65-80%.

Trotz aller Sorgfalt kann es jedoch in seltenen Fällen zu Komplikationsrisiken kommen, die wir nicht beeinflussen können. Wenn auch die Revisionsbehandlung nicht zum gewünschten Erfolg führt, kann es notwendig werden, den befallenen Zahn doch zu entfernen. Wir werden Sie allerdings bei der Entscheidung für oder gegen eine erneute Wurzelkanalbehandlung nicht alleine lassen, sondern Ihr persönliches Risiko bereits im Vorfeld individuell einschätzen.

Mikroskopische Instrumentenentfernung

In 3 bis 7% aller Wurzelkanalbehandlungen kann es zum Abbrechen einer der sehr feinen Behandlungsfeilen kommen, die teilweise lediglich einen Durchmesser von unter 0,06 mm haben. Das passiert meist dann, wenn die Wurzelkanäle eng oder sehr weit verzweigt sind. Dennoch bestehen gute Aussichten, dass wir Ihren Zahn erhalten können, denn nicht jedes abgebrochene Instrument im Zahn stellt aus medizinischer Sicht ein Problem dar. Die abgebrochenen Instrumente sind grundsätzlich steril und vollständig vom Zahnschmelz umschlossen, sodass sie nicht in den Blutkreislauf gelangen können. Allerdings kann ein Instrumentenfragment einen zu reinigenden Wurzelkanal so verlegen, dass er nicht mehr effektiv von allen Bakterien befreit werden kann. Unter diesem Bakterieneinfluss kann es dann zu einer Entzündung des Knochens kommen, der die Zahnwurzel umgibt. Bereits bestehende Entzündungen können entsprechend nicht mehr ausheilen. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, das Instrumentenfragment fachmännisch zu entfernen. Dr. Kascha ist auf das äußerst komplizierte und zeitaufwendige Verfahren der Instrumentenentfernung spezialisiert. Durch die Anwendung von Ultraschall und Einsatz des OP-Mikroskops können wir mit einer Erfolgsquote von 68 bis 96% die Instrumente entfernen.

In Fällen, in denen eine Instrumentenentfernung die Zahnwurzel gefährden könnte, ist es allerdings besser, die abgebrochene Feile im Zahn zu belassen, vorausgesetzt, dieser ist beschwerdefrei und konnte während der vorangegangenen Wurzelkanalbehandlung hinreichend von Bakterien gesäubert werden.

Wie erfolgreich sind die mit OP-Mikroskop durchgeführten Wurzelbehandlungen?

Aufgrund unserer Erfahrung und der von uns eingesetzten modernen OP-mikroskopischen Behandlungsmethode können wir heute eine Erfolgsquote von mehr als 90% vorweisen. Früher lag die Erfolgsquote bei konventionellen Wurzelkanalbehandlungen bei lediglich 50-70%. Bei unseren Zahnärzten in Köln sind Sie also in den besten Händen.

Wann wird eine Wurzelbehandlung auf jeden Fall zur Privatleistung?

Eine Wurzelbehandlung wird auf jeden Fall zur Privatleistung, wenn bestimmte Behandlungsmethoden eingesetzt werden, die zwar die Erfolgschancen erhöhen, aber nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Hierzu zählen beispielsweise der Einsatz eines OP-Mikroskops bzw. OP-Lasers und die elektronische Wurzellängenmessung.

Je nach Aufwand und Behandlungsverlauf können Ihnen in diesen Fällen für eine Wurzelkanalbehandlung Kosten zwischen 300,00 und 1.000,00 Euro entstehen.

Welchen Anteil der Kosten für die Zusatzleistungen private Krankenversicherungen übernehmen, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Zahnzusatzversicherungen übernehmen die Kosten je nach Tarif entweder ganz oder teilweise.

Doch selbst wenn es mit der Kostenübernahme durch die Krankenkasse Schwierigkeiten geben sollte, brauchen Sie nicht auf die Rettung Ihres Zahns verzichten. Wir finden ganz sicher eine Lösung. Sprechen Sie uns einfach auf unsere hervorragenden, teilweise zinsfreien Finanzierungsmöglichkeiten an.

Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Zahnwurzelkanalbehandlung?

Diese Frage lässt sich nicht mit einem Satz beantworten, da es hinsichtlich der Kostenübernahme für die endodontische Behandlung gewisse Einschränkungen gibt. Die wichtigsten seien hier zusammengefasst:

Gesetzliche Krankenkassen bezahlen eine Wurzelbehandlung grundsätzlich nur dann, wenn der betroffene Zahn durch die Behandlung erhalten kann. Dies setzt voraus, dass die Zahnwurzelkanäle bis an die Wurzelspitze gereinigt und gefüllt werden können.

Gesonderte Bedingungen gelten für die Backenzähne. Die endodontische Behandlung eines Backenzahns wird nur dann übernommen,

  • wenn er in einer bis dahin noch vollständigen Zahnreihe ohne sonstige Lücken steht und durch die Zahnwurzelbehandlung eine ununterbrochene Zahnreihe erhalten werden kann, oder
  • wenn durch die Wurzelbehandlung verhindert wird, dass auf einer Seite der letzte Zahn fehlt (Vermeidung einer einseitigen Freiendsituation), und/oder
  • wenn der Zahn einen bereits bestehenden und funktionstüchtigen Zahnersatz trägt und dieser dadurch erhalten werden kann.

Insbesondere die Beurteilung, ob durch endodontische Behandlungen eine einseitige Freiendsituation vermieden werden kann, erfordert eine sehr individuelle Betrachtungsweise und ist unter anderem abhängig vom

  • individuellen Befund,
  • vom Alter des Patienten,
  • Zustand des Pendants im jeweiligen Gegenkiefer,
  • von der Bezahnung des Kiefers auf der gegenüberliegenden Seite und
  • der bestehenden prothetischen Versorgung.

Nicht immer können wir bereits im Vorfeld der Wurzelbehandlung feststellen, ob die Krankenkassen-Kriterien eingehalten werden können. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Zahnwurzeln extreme anatomische Situationen aufweisen, die auf dem Röntgenbild nicht erkennbar waren und eine vollständige Reinigung der Wurzelkanäle nahezu unmöglich machen. Werden die Kriterien für eine Wurzelkanalbehandlung nicht erfüllt, dürfen wir die Leistung leider nicht mit der gesetzlichen Krankenkasse abrechnen. Die Kassenleistung für die Wurzelkanalbehandlung besteht dann lediglich im Entfernen des erkrankten Zahns.

Grundsätzlich gelten für die Wurzelkanalrevision dieselben Kostenübernahme-Voraussetzungen wie für die Erstbehandlung. Darüber hinaus darf die Zahnwurzelentzündung noch nicht zu weit fortgeschritten sein, sodass eine reelle Chance auf Heilung besteht. Die Kosten werden ebenfalls übernommen, wenn die bereits bestehenden Wurzelkanalfüllungen undicht sind. Insgesamt kann man jedoch sagen, dass eine Wurzelkanalrevision in den seltensten Fällen eine Krankenkassenleistung ist.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Kassenzahnärztlichen Vereinigung:
http://www.kzv-berlin.de/patienten/kosteninformationen/wurzelkanalbehandlung.html